TROPHY®
APS
Trophy® APS ist ein Hard-Kill-System, das entwickelt wurde, um anfliegende Bedrohungen abzuwehren, bevor sie das Fahrzeug treffen. Ausgelegt für moderne gepanzerte Plattformen, erkennt, verfolgt, klassifiziert und neutralisiert Trophy® APS feindliche Geschosse in Echtzeit und ermöglicht so eine schnelle Abwehrreaktion in hochdynamischen Gefechtsumgebungen. Das System ist vollständig ausgereift, weltweit im Einsatz und schützt seit 2011 nachweislich Leben. Trophy® APS ist bereits bei NATO-Staaten im Einsatz und wird auf einer wachsenden Zahl westlicher Gefechtsfahrzeugplattformen integriert.
Was Trophy® APS auszeichnet, ist nicht nur seine nachgewiesene Abfangfähigkeit, sondern auch der operative Mehrwert, den das System über die reine Schutzwirkung hinaus bietet. Neben der Abwehr moderner Bedrohungen für gepanzerte Fahrzeuge liefert Trophy® APS ein Lagebild in Echtzeit, das die Besatzung dabei unterstützt, die Quelle des Beschusses zu identifizieren und unmittelbar zu reagieren. Damit ist Trophy® APS mehr als eine reine Survivability-Lösung: Das System trägt auch zu taktischer Reaktionsfähigkeit und Gefechtseffektivität in Multi-Domain-Operationen bei.
Schutz gegen Bedrohungen vom Boden und aus der Luft
Um den Anforderungen aktueller und sich weiterentwickelnder Bedrohungsszenarien gerecht zu werden, ist Trophy® APS darauf ausgelegt, ein breites Spektrum an Bedrohungen abzuwehren. Dazu zählen raketengetriebene Granaten (RPGs), panzerabwehrgelenkte Flugkörper (ATGMs), Panzerabwehrraketen (ATRs) und Hohlladungsbedrohungen (HEAT). Darüber hinaus umfasst das Schutzspektrum von Trophy® APS auch Angriffe von oben sowie Drohnen und unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS). Diese Bedrohungen erweitern die Gefährdungslage auf dem modernen Gefechtsfeld um eine zusätzliche Dimension, da sie den Angriffsvektor über die horizontale Ebene hinaus ausdehnen und die Anforderungen an die Abwehr von Angriffen von oben weiter erhöhen. Mit 360°-Abdeckung sowie fortschrittlichen Erkennungs- und Verarbeitungskapazitäten bietet Trophy® APS die Geschwindigkeit und Präzision, die für die Überlebensfähigkeit moderner Fahrzeuge erforderlich sind.
Bewährt auf mehreren Gefechtsfahrzeugplattformen
Die Anpassungsfähigkeit von Trophy® APS zeigt sich in der erfolgreichen Integration auf bedeutenden gepanzerten Plattformen. Dazu zählen Leopard 2 A8, Boxer, Patria AMV XP 8x8, Abrams M1 und Merkava IV. Das unterstreicht die Flexibilität von Trophy® APS sowohl für Kampfpanzer als auch für andere ketten- oder radgetriebene Gefechtsfahrzeuge. Diese breite Plattformrelevanz ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Trophy® APS in Europa und darüber hinaus zunehmend als Maßstab für aktive Schutzsysteme gilt.
RADARANTENNE (RADAR ANTENNA)
Vier Radarantennen sind auf der Plattform installiert. Sie gewährleisten eine vollständige 360°-Abdeckung zur Erkennung und Verfolgung anfliegender Bedrohungen.
WERFER (LAUNCHER)
Zwei Werfer sind auf der Plattform installiert. Sie ermöglichen die schnelle Ausrichtung der Gegenmaßnahmen in horizontaler und vertikaler Richtung und richten diese auf den berechneten Treffpunkt aus, um die Bedrohung zu neutralisieren.
GEGENMASSNAHME (COUNTERMEASURE)
Die Gegenmaßnahmen sind auf den Werfern montiert. Bei Auslösung erzeugt die Gegenmaßnahme mehrere Wirkkörper (Multiple Explosively Formed Penetrators, kurz MEFP), die die Bedrohung in sicherem Abstand abfangen.
AUTOMATISCHES NACHLADESYSTEM (AUTOLOADER)
Zwei Autoloader sind mit den Werfern gekoppelt und ermöglichen das automatische Nachladen zusätzlicher Gegenmaßnahmen.
So funktioniert Trophy® APS
ERKENNEN
Ein integriertes Radar erkennt und klassifiziert anfliegende Bedrohungen.
VERFOLGEN UND WARNEN
Das System verfolgt die Bedrohung in Echtzeit, berechnet den optimalen Abfangpunkt und alarmiert die Besatzung.
ABFANGEN
Wird die Bedrohung als gefährlich eingestuft, wird sie automatisch durch die Gegenmaßnahme neutralisiert. Anschließend wird eine weitere Gegenmaßnahme automatisch nachgeladen.
REAGIEREN
Parallel dazu wird die gegnerische Abschusseinrichtung erkannt. Sie kann entweder durch das Fahrzeug selbst oder durch angebundene Kräfte über das Gefechtsführungssystem (Battle Management System, kurz BMS) aufgeklärt und bekämpft werden.
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